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Zitierung: BVerfG, 2 BvR 153/99 vom 18.2.1999, Absatz-Nr. (1 - 2), http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk19990218_2bvr015399.html
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Bundesverfassungsgericht
- 2 BvR 153/99 -
| gegen a) | den Beschluß des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 11. Dezember 1998 - 1 Ss 329/98 -, |
| b) | das Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main vom 4. Mai 1998 - 5/7 - 734 Ns 10/96 (J 13/96) -, |
| c) | mittelbar: § 92a Abs. 1 Nr. 1 AuslG |
hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch die Richterin
Präsidentin Limbach
und die Richter Winter,
Hassemer
gemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung
der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)
am 18. Februar 1999 einstimmig beschlossen:
Die Strafvorschrift des § 92a Abs. 1 Nr. 1 AuslG, die lediglich die ohnehin strafbare Teilnahme an bestimmten gemäß § 92 Abs. 1 und Abs. 2 AuslG strafbaren Taten bei Erfüllung zusätzlicher Voraussetzungen unter erhöhte Strafdrohung stellt, unterliegt keinen verfassungsrechtlichen Bedenken. Die Auslegung der Strafvorschrift durch das Landgericht und das Oberlandesgericht verstößt nicht gegen Art. 103 Abs. 2 GG in seiner Ausprägung als spezielle Ausgestaltung des Willkürverbots des Grundgesetzes für die Strafgerichtsbarkeit (vgl. dazu BVerfGE 71, 108 <114 f.>).
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.