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Beschluss
des Plenums des Bundesverfassungsgerichts
vom 22. November 2011 zur Änderung des Beschlusses vom 15. November 1993
in der Fassung vom 8. November 2010

Das Plenum des Bundesverfassungsgerichts hat am 22. November 2011 gemäß § 14 Abs. 4 des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl. I S. 1473), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes zur Umsetzung der Grundgesetzänderungen für die Ratifizierung des Vertrages von Lissabon vom 1. Dezember 2009 (BGBl. I S. 3822) geändert worden ist, den nachstehenden Beschluss gefasst:

I.

Der Beschluss des Plenums des Bundesverfassungsgerichts vom 15. November 1993 (BGBl. I S. 2492), zuletzt geändert durch Beschluss des Plenums vom 8. November 2010 wird wie folgt geändert:

Der Abschnitt A. II. erhält folgende Fassung:

„II. für Normenkontrollverfahren und Verfassungsbeschwerden, die in den Geschäftsjahren 2009 bis 2012 eingehen, aus den Rechtsbereichen

  1. des Vertriebenenrechts;
  2. des Waffenrechts;
  3. des Petitionsrechts;
  4. des Rechts der Zwangsversteigerung und Zwangsvollstreckung (soweit es sich nicht um Erkenntnisverfahren handelt);
  5. des Körperschaftsteuerrechts und des Umwandlungssteuerrechts;
  6. des Insolvenzrechts (ausgenommen Verfahren, in denen eine Verletzung von Art. 12 GG gerügt wird);
  7. des Wohnungseigentumsrechts;
  8. des Mietrechts;
  9. des Betreuungsrechts;“

Der Abschnitt A. III. Ziffer 1. a) erhält folgende Fassung:

„a) bei denen die Auslegung und Anwendung von Völkerrecht oder der Art. 23, 24 und 59 GG, mit Ausnahme der einzelnen menschenrechtlichen Gewährleistungen, überwiegen;“

II.

Dieser Beschluss tritt am 1. Januar 2012 in Kraft.

Karlsruhe, den 22. November 2011

Der Präsident
des Bundesverfassungsgerichts

Prof. Dr. Andreas Voßkuhle