Bundesverfassungsgericht - Pressestelle -
Pressemitteilung Nr. 116/2010 vom 15. Dezember 2010
Direktorin beim Bundesverfassungsgericht wird Vizepräsidentin des
Karlsruher Instituts für Technologie
Die Direktorin beim Bundesverfassungsgericht Frau Dr. Elke Luise
Barnstedt folgt nach zwölfjähriger Amtszeit im Bundesverfassungsgericht
einem Ruf des Karlsruher Instituts für Technologie und wird dort zum 1.
Januar 2011 das Amt der Vizepräsidentin antreten.
Elke Luise Barnstedt wurde am 18. Februar 1956 in Dernbach geboren. Sie
ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach dem Studium der
Rechtwissenschaften in Göttingen und dem 1980 abgelegten Ersten
Staatsexamen war Frau Dr. Barnstedt bis 1983 wissenschaftliche
Hilfskraft am Institut für Landwirtschaftsrecht der Universität
Göttingen. 1985 legte sie nach dem Referendariat im Bezirk des
Oberlandesgerichts Celle das Zweite Juristische Staatexamen ab und war
anschließend als Akademische Rätin an der Universität Osnabrück tätig.
1988 wurde sie zur Regierungsassessorin an der Universität Karlsruhe
ernannt; im selben Jahr erfolgte die Promotion. Nachdem Frau Dr.
Barnstedt als Regierungsrätin an der Universität Karlsruhe zunächst die
Hauptabteilung Akademische Angelegenheiten geleitet hatte, nahm sie ab
1990 die Aufgaben der Stellvertretung des Kanzlers wahr und wirkte als
Leiterin der Hauptabteilung Personal und Haushalt. 1991 erfolgte ihre
Ernennung zur Oberregierungsrätin. Nach einer mehrmonatigen Tätigkeit
als Referentin für Beamten-, Laufbahn- und Besoldungsrecht im
Ministerium für Wissenschaft und Forschung in Baden-Württemberg wurde
sie im Dezember 1992 zur Stellvertreterin des Kanzlers der Universität
Karlsruhe und im folgenden Jahr zur Regierungsdirektorin ernannt. Von
1994 bis 1998 war Frau Dr. Barnstedt Kanzlerin der Universität Konstanz.
Am 1. Januar 1999 wurde sie zur Direktorin des Bundesverfassungsgerichts
ernannt. Während Ihrer Amtszeit hat Frau Dr. Barnstedt mit unermüdlichem
Einsatz und großem Organisationstalent die Geschicke des
Bundesverfassungsgerichts wesentlich geprägt. So ist es ihr dank
umsichtiger Planung und Personalpolitik gelungen, das Haushaltsvolumen
des Gerichts deutlich zu steigern und mehr als 20 neue Stellen zu
schaffen. Außerdem setzte sie neben zahlreichen Beförderungen die
angesichts des stetigen Anstiegs der Verfahrenseingänge notwendige
Erhöhung der Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter um 14 auf nunmehr
64 durch, so dass jedem Richterdezernat nun vier wissenschaftliche
Mitarbeiter zugeteilt sind. Sowohl die gelungene Planung und
Durchsetzung des Erweiterungsbaus des Bundesverfassungsgerichts im
Botanischen Garten als auch die erfolgreiche Organisation der
50-Jahr-Feier des Bundesverfassungsgerichts sind vornehmlich dem Einsatz
seiner Direktorin zu verdanken. Als letztes großes Projekt übernahm sie
effektiv die aufwendige Planung der im kommenden Jahr beginnenden
Grundsanierung des Gerichtsgebäudes und die dadurch erforderliche
Einrichtung eines Ausweichamtssitzes des Bundesverfassungsgerichts in
der General-Kammhuber-Kaserne in der Karlsruher Waldstadt.
Elke Luise Barnstedt übt außerdem mehrere Neben- und Ehrenämter aus.
Neben ihrer Tätigkeit als ehrenamtliche Richterin, seit 1999 als
Arbeitgebervertreterin beim Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg,
gehörte sie von 2000 bis 2004 dem Universitätsrat der Universität
Mannheim an und war von 2002 bis 2008 Mitglied der Synode der
evangelischen Landeskirche Baden. Seit 2008 bekleidet sie das Amt der
Vorsitzenden des Haushalts- und Personalausschusses der Evangelischen
Kirche in Karlsruhe. Zudem ist sie seit 2001 Mitherausgeberin der
juristischen Fachzeitschrift „Verwaltungsarchiv".
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