Bundesverfassungsgericht - Pressestelle -
Pressemitteilung Nr. 59/2006 vom 3. Juli 2006
Ehemaliger Bundesverfassungsrichter Engelbert Niebler verstorben
Bundesverfassungsrichter a. D., Prof. Dr. Dr. h.c. Engelbert Niebler,
ist am 29. Juni 2006 im Alter von 84 Jahren verstorben.
Engelbert Niebler wurde am 13. August 1921 in Lauterhofen (Oberpfalz)
geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Erlangen und
Würzburg, das er mit beiden juristischen Staatsexamina und der Promotion
abschloss, trat Engelbert Niebler in den Dienst der bayerischen Justiz
ein. Er war dort als Richter und Verwaltungsbeamter tätig, zuletzt als
Abteilungsleiter im Justizministerium und Leiter des
Landesjustizprüfungsamtes.
Dem Bundesverfassungsgericht gehörte er vom 7. November 1975 bis zum 16.
November 1987 als Mitglied des Zweiten Senats an.
Für seine wissenschaftlichen und persönlichen Verdienste hat Engelbert
Niebler zahlreiche Auszeichnungen erhalten. 1977 wurde ihm die
Ehrendoktorwürde der juristischen Fakultät der Universität Augsburg
verliehen, 1978 wurde er zum Honorarprofessor der Universität München
ernannt. Zudem war er Träger des Bayerischen Verdienstordens, des
Silbernen Ehrenzeichens mit Stern der Republik Österreich und des Großen
Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband des Verdienstordens
der Bundesrepublik Deutschland. 1987 verlieh ihm Papst Johannes Paul II.
das Großkreuz des Silvesterordens.
Prof. Dr. Dr. h.c. Engelbert Niebler lebte zuletzt in München.
|