Januar 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
|---|---|
| 1 BvL 1/24 | Vorlage des Bundesgerichtshofs zu der Frage, ob es mit der aus Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 Grundgesetz folgenden Schutzpflicht des Staates vereinbar ist, dass § 1906a Absatz 1 Satz 1 Nummer 7 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) in der Fassung des Gesetzes zur Änderung der materiellen Zulässigkeitsvoraussetzungen von ärztlichen Zwangsmaßnahmen und zur Stärkung des Selbstbestimmungsrechts von Betreuten vom 17. Juli 2017 (Bundesgesetzblatt I Seite 2426) für die Einwilligung des Betreuers in eine ärztliche Zwangsmaßnahme die Durchführung der Maßnahme in einem Krankenhaus auch bei solchen Betroffenen voraussetzt, die aus medizinischer Sicht gleichermaßen in der Einrichtung, in der sie untergebracht sind und in der ihre gebotene medizinische Versorgung einschließlich ihrer erforderlichen Nachbehandlung sichergestellt ist, zwangsbehandelt werden könnten und die durch die Verbringung in ein Krankenhaus zwecks Durchführung der ärztlichen Zwangsmaßnahme in ihrer Gesundheit beeinträchtigt werden. Betr.: Betreuungsrecht Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG Berichterstatter: Präsident Prof. Dr. Harbarth, LL.M. (Yale) |
| 1 BvR 2268/23 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. November 2023 - BVerwG 8 A 3.23 (8 A 2.22) - sowie das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. März 2023 - BVerwG 8 A 2.22 - und mittelbar gegen die Anordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gemäß § 17 des Energiesicherungsgesetzes vom 14. September 2022 unter der Fundstelle BAnz AT 16. September 2022 B1. Betr.: Regulierungsrecht (EnWG; Energiesicherungsgesetz) Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1, Art. 19 Abs. 4 Satz 1, Art. 20 Abs. 3, Art. 103 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Wolff |
| 2 BvR 85/24 | Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 12. Oktober 2023 - I ZB 12/23 -. Die Verfassungsbeschwerde richtet sich gegen die Vollstreckbarerklärung eines Schiedsspruchs auf Grundlage eines bilateralen Investitionsschutzvertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Indien. Die Beschwerdeführerin rügt einen Verstoß gegen die Gewährleistung des Rechts auf den gesetzlichen Richter, da der Bundesgerichtshof es unterlassen habe, dem Gerichtshof der Europäischen Union die Frage vorzulegen, ob dessen Rechtsprechung zu Investitionsschutzverträgen zwischen Mitgliedstaaten der Europäischen Union auch auf Investitionsschutzverträge zwischen Mitgliedstaaten der Europäischen Union und Staaten außerhalb der Europäischen Union Anwendung finde. Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG; Art. 47 GRCh Berichterstatterin: Vizepräsidentin Prof. Dr. König |
| 2 BvR 31/24 | Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zur Zustimmung der Bundesrepublik Deutschland zu dem Handelsabkommen CETA zwischen Kanada und der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten sowie gegen die Mitwirkung des deutschen Vertreters im Rat der EU an dem Beschluss zur Zustimmung der Union. Das Freihandelsabkommen CETA ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der zwischen Kanada und der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten abgeschlossen wurde. Er bedarf der Zustimmung der Union und aller Mitgliedstaaten. Die Beschwerdeführer wenden sich mit ihrer Verfassungsbeschwerde gegen das deutsche Zustimmungsgesetz und gegen die Mitwirkung des deutschen Vertreters im Rat der Europäischen Union an dem Zustimmungsbeschluss der Europäischen Union. Sie sehen sich in ihrem Grundrecht aus Art. 38 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 20, 23 Abs. 1 und Art. 79 Abs. 3 GG verletzt und machen geltend, das Abkommen verstoße gegen die Verfassungsidentität des Grundgesetzes (Identitätsrüge) und die Europäische Union überschreite ihre Kompetenzen (Ultra-vires-Rüge). Im Schwerpunkt wenden sie sich gegen Befugnisse des Investitionsgerichts als Schiedsgericht und des Gemischten CETA-Ausschusses, das für Fragen der Auslegung und Durchführung des Abkommens zuständig ist und bindende Entscheidungen treffen kann. Art. 3 Abs. 1; 20; 23 Abs. 1; 38 Abs. 1 Satz 1; 79 Abs. 3 GG Berichterstatterin: BVRin Prof. Dr. Langenfeld |
Februar 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
|---|---|
| 1 BvR 395/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. Dezember 2023 - 6 B 9.23 -, das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 13. Dezember 2022 - 3 B 37/21 -, den Betriebskostenzuschussbescheid des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg vom 23. Mai 2018 - 37.13-56212- sowie mittelbar gegen § 3 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 der Ersatzschulzuschussverordnung des Landes Brandenburg (ESZV Bbg) in Verbindung mit §§ 124, 124a Absätze 3 und 8 des Schulgesetzes des Landes Brandenburg (BbgSchulG) Betr.: Schulrecht (Privatschulfinanzierung) Art. 3 Abs. 1; 7 Abs. 4; 19 Abs. 4 Satz 1; 20 Abs. 2, 3; 80 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Dr. Christ |
| 2 BvR 268/24 | Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zur Zustimmung zur Änderung eines Staatsvertrags, auf dessen Grundlage Staatsleistungen an eine Religionsgemeinschaft gewährt werden. Die Beschwerdeführerin ist Religionsgemeinschaft und Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie ist selbst nicht Partei des angegriffenen Staatsvertrags. Die durch ihn begünstigte Religionsgemeinschaft leitet einen von ihr selbst festgesetzten Teil der ihr bewilligten Staatsleistungen an die Beschwerdeführerin weiter. Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung ihrer Religionsfreiheit und der staatskirchenrechtlichen Grund-sätze der Neutralität und Parität und macht geltend, sie habe Anspruch auf eigene staatsvertragliche Leistungen. Art. 3 Abs. 1, 3; 4 Abs. 1; 33 Abs. 3; 140 GG; Art. 136 Abs. 1; 137 Abs. 1 WRV Berichterstatterin: BVRin Prof. Dr. Langenfeld |
| 2 BvE 1/24 | Organstreitverfahren mit dem Antrag festzustellen, dass der Antragsgegner den Antragsteller in seinen Rechten als Abgeordneter des Deutschen Bundestages dadurch verletzt hat, dass er diesen nach dem Verlust des Fraktionsstatus der LINKEN aus dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) ausgeschlossen hat. Antragsteller ist ein Mitglied des Deutschen Bundestags aus der Gruppe DIE LINKE. Die Antragsschrift ist vom 16. Februar 2024. Art. 38 Abs. 1 GG Berichterstatterin: BVRin Prof. Dr. Wallrabenstein Besonderheit: Beschluss des Zweiten Senats vom 21. Februar 2024 über den Antrag des Antragstellers auf Erlass einer einstweiligen Anordnung (Ablehnung). |
| 2 BvE 2/24 | Organstreitverfahren mit dem Antrag festzustellen, dass der Antragsgegner mit der Begrenzung Kleiner Anfragen der Gruppe Die LINKE auf zehn pro Monat durch die Annahme der Beschlussvorlage auf Bundestagsdrucksache 20/10219 die Gruppe Die LINKE, die ihr angehörenden Abgeordneten und auch den Deutschen Bundestag selbst in ihren jeweiligen Frage- und Informationsrechten als Ausfluss des Rechts auf freie Mandatsausübung verletzt hat; und Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung dahingehend, den Antragsgegner zu verpflichten, der Gruppe Die LINKE und den ihr angehörenden Abgeordneten das Recht auf Kleine Anfragen unbeschränkt zu eröffnen. Antragsteller sind die Gruppe DIE LINKE im Deutschen Bundestag und die ihr zugehörigen Mitglieder des Deutschen Bundestages. Die Antragsschrift ist vom 26. Februar 2024. Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG Berichterstatterin: BVRin Prof. Dr. Wallrabenstein |
März 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
|---|---|
| 1 BvR 602/24 | Verfassungsbeschwerde gegen § 130b Absatz 3a Satz 9 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) in der Fassung des Gesetzes zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei patentfreien Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung mit Kinderarzneimitteln (Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz – ALBVVG) vom 19. Juli 2023 (BGBl I Nr. 197) Betr.: Wirtschaftsrechtliche Fragen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (Verfassungsbeschwerde eines Pharmaunternehmens gegen die Pflicht zum Ausgleich zu viel entrichteter Zuschläge nach der Arzneimittelpreisverordnung und zu viel entrichteter Umsatzsteuer bei Vereinbarung eines unter dem tatsächlichen Abgabepreis liegenden Erstattungsbetrages) Art. 12 Abs. 1; Art. 14 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Wolff |
| 2 BvR 751/24 | Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Bundessozialgerichts vom 19. Oktober 2023 - B 1 KR 22/22 R - Betr.: Wirtschaftsrechtliche Fragen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (Amtsenthebung eines Geschäftsführers des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) Rheinland-Pfalz) Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Wolff |
| 1 BvR 720/24 | Verfassungsbeschwerde gegen die Entscheidung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs vom 18. Oktober 2023 – Vf. 18-VIII-19, Vf. 19-VII-19 –, mit der u. a. eine Popularklage gegen das Gesetz zur Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes zugunsten der Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern („Rettet die Bienen!“) vom 24. Juli 2019 (GVBl. S. 405) und das Zweite Gesetz zugunsten der Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern (Gesamtgesellschaftliches Artenschutzgesetz – Versöhnungsgesetz) vom 24. Juli 2019 (GVBl. S. 408) abgewiesen worden ist. Betr.: Öffentliches Umweltrecht (Naturschutzrecht) Art. 3 Abs. 1, 12 Abs. 1, 19 Abs. 4 Satz 1, 20 Abs. 3, 101 Abs. 1 Satz 2, 103 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Eifert |
| 1 BvR 779/24 | Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. August 2023 – BVerwG 6 A 3.21 – und die Beschlüsse des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. Februar 2024 – BVerwG 6 A 5.23 und BVerwG 6 A 1.24 – Betr.: Vereinigungsfreiheit (Vereinsverbot); (Verfassungsbeschwerde gegen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, das die Rechtsmäßigkeit des Vereinsverbots durch das Bundesministerium des Innern (BMI) vom 22. März 2021 festgestellt hat) Art. 3, 4, 9, 101 Abs. 1 Satz 2, 103 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Eifert |
| 2 BvR 418/24 | Verfassungsbeschwerde gegen die Auswahlentscheidung des Ministers der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen über die Besetzung der Stelle der Präsidentin oder des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 10. Mai 2023 sowie gegen die Beschlüsse des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 29. Februar 2024 - 1 B 1082/23 -, 11. März 2024 - 1 B 244/24 - und 20. März 2024 - 1 B 269/24 -. Der Beschwerdeführer ist Bundesrichter und hatte sich erfolglos auf die Stelle des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen beworben. Das von ihm angestrengte Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes gegen die Besetzung mit einer anderen Bewerberin blieb fachgerichtlich ohne Erfolg. Art. 3 Abs. 1, Art. 19 Abs. 4 Satz 1, Art. 33 Abs. 2, Art. 103 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Dr. Wöckel |
April 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
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| 1 BvR 936/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen das Urteil des Bundessozialgerichts vom 18. Oktober 2023 – B 5 R 49/21 R –, das Urteil des Sozialgerichts Würzburg vom 18. Oktober 2021 – S 14 R 93/21 – , den Widerspruchsbescheid der Deutschen Rentenversicherung Bund vom 10. Februar 2021 und den Rentenbescheid der Deutschen Rentenversicherung Bund vom 19. Mai 2020 sowie mittelbar gegen § 29 Absatz 2 Satz 2 Abgeordnetengesetz (AbgG) in der Fassung vom 11. Juli 2014, Bundesgesetzblatt I, Seite 906; Ruhen von Renten im Sinne des § 55 Absatz 1 Satz 2 des Gesetzes über die Versorgung der Beamten und Richter des Bundes (Beamtenversorgungsgesetz – BeamtVG) in Höhe von 50 Prozent neben der Abgeordnetenentschädigung nach § 11 Absatz 1 AbgG. Betr.: Verfassungsbeschwerde gegen das in § 29 Abs. 2 Satz 2 Abgeordnetengesetz geregelte Ruhen der Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 50 Prozentpunkten neben der Abgeordnetenentschädigung als Mitglied des Bundestags. Art. 14 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Wolff |
| 2 BvE 3/24 | Organstreitverfahren mit dem Antrag festzustellen, dass der Deutsche Bundestag (Antragsgegner) durch die Ausgestaltung des Gesetzgebungsverfahrens zum Zweiten Gesetz zur Änderung des Bundes-Klimaschutzgesetzes (BTDrucks 20/8290) den Anforderungen aus Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG nicht genügt und das Recht des Antragstellers auf Beratung sowie auf gleichberechtigte Teilhabe als Abgeordneter an der parlamentarischen Willensbildung verletzt hat. Antragsteller ist ein Mitglied des Deutschen Bundestages aus der Fraktion von CDU/CSU. Die Antragsschrift ist vom 24. April 2024. Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG Berichterstatterin: BVRin Prof. Dr. Wallrabenstein Besonderheit: Beschluss des Zweiten Senats vom 25. April 2024 über den Antrag des Antragstellers auf Erlass einer einstweiligen Anordnung |
Mai 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
|---|---|
| 1 BvR 1187/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen den Beschluss des Brandenburgischen Oberlandesgerichts vom 27. März 2024 - 1 Ws 111/23 (S) - Betr.: Verfassungsbeschwerde gegen eine Beschwerdeentscheidung zu einem Vermögensarrestbeschluss nach § 111e Abs. 1, 111j Abs. 1 StPO; Umfang der Strafbarkeit nach §§ 95 Abs. 1 Nr. 3a, Abs. 3 Nr. 2, 8 Abs. 2 AMG i.V.m. § 4 Abs. 40 Nr. 3 AMG wegen des Inverkehrbringens von Arzneimitteln mit falschen Angaben über den in den Aufzeichnungen und Dokumenten beschriebenen Vertriebswegen. Art. 2 Abs. 1; 3 Abs. 1; 8; 14 Abs. 1 Satz 1 GG Berichterstatterin: BvRin Dr. Ott |
| 1 BvR 1273/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen das Urteil des Bundessozialgerichts vom Betr.: Wirtschaftsrechtliche Fragen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (Schadenersatzanspruch für die Vergütung von Zytostatikazubereitungen) Art. 3 Abs. 1; 12 Abs. 1; 14 Abs. 1; 101 Abs. 1 Satz 2 GG Berichterstatter: BvR Prof. Dr. Wolff |
| 1 BvR 927/24 (Nachmeldung für den Kalender-monat April 2024) | Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Dezember 2023 - BVerwG 10 C 3.22, das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 1. Juni 2022 - 5 N 20.1331 -, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Dezember 2023 - BVerwG 10 C 5.22 -, das Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs vom 1. Juni 2022 - 5 N 20.1331 und das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts München vom 17. September 2020 - M 30 K 20.2325 - sowie mittelbar gegen § 28 der Allgemeinen Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern (AGO) in der Fassung der Änderung der Allgemeinen Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern vom 24. April 2018 (BayGVBI S. 281) Betr.: Recht der Glaubens- und Bekenntnisfreiheit (Verfassungsbeschwerde im Zusammenhang mit dem sogenannten Kreuzerlass der Bayerischen Staatsregierung) Art. 3 Abs. 3; 4 Abs. 1 und 2; 19 Abs. 4; 33 Abs. 1 und 3 i.V.m. 140 GG Berichterstatter: BvR Dr. Christ |
| 2 BvE 5/24 | Organstreitverfahren mit dem Antrag, festzustellen, dass die Präsidentin des Deutschen Bundestages den Antragsteller in dessen Rechten aus Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG verletzt hat, indem sie gegen ihn mit Schreiben vom 25. April 2024 ein Ordnungsgeld in Höhe von 1.000 Euro festgesetzt hat. Antragsteller ist ein Mitglied des Deutschen Bundestages aus der Fraktion der AfD. Die Antragsschrift ist vom 23. Mai 2024. Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG Berichterstatterin: BVRin Prof. Dr. Wallrabenstein |
| 2 BvQ 35/24 | Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung mit dem Ziel, den Bundeswahlausschuss zu verpflichten, die auf den für die Wahl zum 10. Europäischen Parlament verwendeten amtlichen Stimmzettel aufgeführten Kurzbezeichnungen der Parteien in derselben Schriftgröße darzustellen wie die ausgeschriebene Langbezeichnung. Antragstellerin ist die Partei für schulmedizinische Verjüngungsforschung. Art. 3 Abs. 1 und 3, Art. 21 Abs. 1, Art. 38 Abs. 1 Satz 1 GG Berichterstatterin: BVRin Prof. Dr. Wallrabenstein Besonderheit: Der Antrag wurde bereits mit Beschluss des Zweiten Senats vom 5. Juni 2024 abgelehnt. |
| 2 BvE 4/24 | Organstreitverfahren mit dem Antrag festzustellen, dass die Antragsgegner (Deutscher Bundestag und Bundesrat) die Antragstellerin, eine politische Partei, in ihrem Recht auf Chancengleichheit im politischen Wettbewerb aus Art. 21 Abs. 1 Satz 1 GG verletzt haben durch (zusammengefasst)
Antragstellerin ist eine politische Partei. Die Antragsschrift ist vom 8. Mai 2024. Art. 21 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Offenloch |
Juni 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
|---|---|
| 1 BvR 1557/24 | Verfassungsbeschwerde gegen § 25a Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 in Verbindung mit § 25a Absatz 1 Sätze 2, 3, 4, 5, Absatz 2 Sätze 2, 3, 4, Absatz 3, Absatz 4 Satz 6, Absatz 5 Satz 2 des Hessischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Januar 2005 (GVBl I S. 14), zuletzt geändert durch Artikel 2, 4 des Gesetzes vom 29. Juni 2023 (GVBl S. 456), § 25a Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 in Verbindung mit § 25a Absatz 1 Sätze 2, 3, 4, 5, Absatz 2 Sätze 2, 3, 4, Absatz 3, Absatz 4 Satz 6, Absatz 5 Satz 2 des Hessischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Januar 2005 (GVBl I S. 14), zuletzt geändert durch Artikel 2, 4 des Gesetzes vom 29. Juni 2023 (GVBl S. 456), § 25a Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 in Verbindung mit § 25a Absatz 1 Satz 2, 3, 4, 5, Absatz 2 Sätze 2, 3, 4, Absatz 3, Absatz 4 Satz 6, Absatz 5 Satz 2 des Hessischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Januar 2005 (GVBl I S. 14), zuletzt geändert durch Artikel 2, 4 des Gesetzes vom 29. Juni 2023 (GVBl S. 456). Betr.: Recht des öffentlich-rechtlichen Datenschutzes; die Verfassungsbeschwerde betrifft die Verfassungsmäßigkeit der Vorschrift zur Automatisierten Datenanalyse durch die Hessischen Polizeibehörden Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1; Art. 10 Abs. 1, Art. 19 GG Berichterstatterin: BVRin Dr. Ott |
| 1 BvR 1385/24 (Nachmeldung für den Kalendermonat Mai 2024) | Verfassungsbeschwerde gegen § 1 Nummer 2, § 4 Absatz 3 Satz 2, Absatz 4 Satz 3, Absatz 7 Satz 2, § 6 Absätze 2, 4, 7 und 8 des Gesetzes über die Polizeibeauftragte oder den Polizeibeauftragten des Bundes beim Deutschen Bundestag (Polizeibeauftragtengesetz - PolBeauftrG). Betr.: Polizeirecht; die Verfassungsbeschwerde richtet sich gegen die Neuschaffung des Amtes einer Polizeibeauftragten oder eines Polizeibeauftragten des Bundes Art. 1 Abs. 1; Art. 2 Abs. 1; Art. 12 Abs. 1; Art. 33 Abs. 5 GG Berichterstatterin: BVRin Dr. Ott |
| 1 BvR 1426/24 | Verfassungsbeschwerde gegen die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 2. Mai 2024 - OVG 9 N 70/23 -. Betr.: Verwaltungsrecht; Verfassungsbeschwerde zu der Frage der Zulässigkeit der Klage eines vormals im Ausland inhaftierten Journalisten mit deutscher Staatsangehörigkeit auf nachträgliche Feststellung einer unzureichenden Schutzgewährung durch die Bundesrepublik Deutschland Art. 1 Abs. 1; 2; 3 Abs. 1; 5 Abs. 1 GG Berichterstatter: BvR Dr. Christ |
| 1 BvL 6/24 | Verfahren zur verfassungsrechtlichen Prüfung, ob § 36 Absatz 4 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) in der Fassung des Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetzes vom 20. Dezember 2001 (BGBl I S. 3858, BStBl I 2002, 35) auch insoweit gegen die verfassungsrechtlichen Grundsätze des Vertrauensschutzes aus Artikel 20 Absatz 3 des Grundgesetzes verstößt, als es § 8 Nummer 5 des Gewerbesteuergesetzes in der Fassung dieses Gesetzes auf Ausschüttungen ausländischer Kapitalgesellschaften für anwendbar erklärt, die von der ausschüttenden Gesellschaft vor dem 12. Dezember 2001 verbindlich beschlossen wurden und die der direkt oder mittelbar über ein inländisches Wertpapier-Sondervermögen mit weniger als 10% an der ausschüttenden Gesellschaft beteiligten Körperschaft vor diesem Zeitpunkt zugeflossen sind. Betr.: Gewerbesteuerrecht; Vorlage des Bundesfinanzhofs Art. 20 Abs. 3 GG Berichterstatterin: BVRin Dr. Meßling |
| 2 BvE 6/24 | Organstreitverfahren einer politischen Partei gegen den Deutschen Bundestag mit dem Antrag festzustellen (zusammengefasst), dass dieser die Antragstellerin
in ihrem Recht auf Chancengleichheit als Partei aus Art. 21 Abs. 1 GG verletzt hat. Antragstellerin ist die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP). Die Antragsschrift ist vom 13. Juni 2024. Art. 21 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Offenloch |
| 2 BvE 7/24 | Organstreitverfahren einer politischen Partei gegen den Deutschen Bundestag mit dem Antrag festzustellen (zusammengefasst),
sowie
Antragstellerin ist die Partei Alternative für Deutschland (AfD). Die Antragsschrift ist vom 20. Juni 2024. Art. 3 Abs. 1 und 3; Art. 21 GG Berichterstatter: BVR Offenloch |
| 2 BvR 622/24 (Nachmeldung für den Kalendermonat Mai 2024) | Verfassungsbeschwerde einer politischen Partei und weiterer Beschwerdeführer unmittelbar gegen das Gesetz zur Finanzierung politischer Stiftungen aus dem Bundeshaushalt (Stiftungsfinanzierungsgesetz - StiftFinG, BGBl I Nr. 383) insgesamt und hilfsweise gegen § 2 Abs. 1 und 2 Sätze 1 und 2, § 3 Abs. 1 und 3 Sätze 1 und 2 StiftFinG Finanzierung parteinaher politischer Stiftungen mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt Art. 3 Abs. 1, 21 Abs. 1 GG, Art. 38 Abs. 1 Satz 1 GG Berichterstatter: BVR Offenloch |
| 2 BvL 5/24, 2 BvL 6/24 | Verfahren zur verfassungsrechtlichen Prüfung, ob die Besoldung in der Besoldungsgruppe A 7 vom 1. Januar 2012 bis zum 28. Februar 2018 und in der Besoldungsgruppe A 8 vom 16. Oktober 2012 bis zum 31. Dezember 2021 im Bundesland Rheinland-Pfalz nach den zur Prüfung vorgelegten landesrechtlichen Regelungen mit Art. 33 Abs. 5 GG vereinbar ist. Vorlegendes Gericht: Verwaltungsgericht Koblenz Berichterstatter: BVR Dr. Wöckel |
Juli 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
|---|---|
| 1 BvR 1591/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 16. Mai 2024 - III ZR 210/22 -, den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 16. Mai 2024 - III ZR 135/22 - und das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11. April 2024 - III ZR 134/22 - sowie mittelbar gegen das Infektionsschutzgesetz – IfSG (in der Fassung vom 18. November 2020, Bundesgesetzblatt I S. 2397 <Nr. 52>), dort insbesondere wegen §§ 28, 28a, 56, 65 IfSG, sowie wegen untergesetzlicher Normen und weiterer Maßnahmen des Bundes und der Bundesländer auf Grundlage der §§ 28, 28a, 32 IfSG in Zusammenhang mit der epidemischen Lage von nationaler Tragweite wegen der Verbreitung des Severe-Acute-Respitory- Syndrome-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) und diverser von der Bundesregierung aufgestellten und gestalteten und von den Bundesländern hinsichtlich der Verteilung der Mittel vollzogenen Corona-Hilfsprogramme zur Unterstützung von Unternehmen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie – insbesondere Überbrückungshilfen III, III Plus und IV – und dort enthaltener (gleichheitswidriger) Obergrenzen. Betr.: Gefahrenabwehrrecht/Infektionsschutzrecht; die Verfassungsbeschwerde betrifft Entschädigungen und staatliche Finanzhilfen wegen der von den Bundesländern ergriffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Art. 3, 12, 14, 103 Abs. 1 GG Berichterstatterin: BVRin Dr. Ott |
| 1 BvR 1776/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 27. Juni 204 - III ZR 69/23 - und den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 27. Juni 2024 - III ZR 216/23 - sowie mittelbar gegen das Infektionsschutzgesetz – IfSG (in der Fassung vom 18. November 2020, Bundesgesetzblatt I S. 2397 <Nr. 52>), dort insbesondere wegen §§ 28, 28a, 56, 65 IfSG, sowie wegen untergesetzlicher Normen und weiterer Maßnahmen des Bundes und der Bundesländer auf Grundlage der §§ 28, 28a, 32 IfSG in Zusammenhang mit der epidemischen Lage von nationaler Tragweite wegen der Verbreitung des Severe-Acute-Respitory-Syndrome-Coronavirus-2 (SARS-VoV-2) und diverser von der Bundesregierung aufgestellten und gestalteten und von den Bundesländern hinsichtlich der Verteilung der Mittel vollzogenen Corona-Hilfsprogramme zur Unterstützung von Unternehmen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie – insbesondere Überbrückungshilfen III, III Plus und IV – und dort enthaltener (gleichheitswidriger) Obergrenzen. Betr.: Gefahrenabwehrrecht/Infektionsschutzrecht; die Verfassungsbeschwerde betrifft Entschädigungen und staatliche Finanzhilfen wegen der von den Bundesländern ergriffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Art. 3, 12, 14, 103 Abs. 1 GG Berichterstatterin: BVRin Dr. Ott |
| 1 BvR 1779/24 | Verfassungsbeschwerde gegen Art. 32 Nummer 2 des Gesetzes zur Finanzierung von zukunftssichernden Investitionen (Zukunftsfinanzierungsgesetz - ZuFinG) vom 11. Dezember 2023 (Bundesgesetzblatt I Nr. 354). Betr.: Recht des Versicherungswesens; Verfassungsbeschwerde mehrerer Versicherungsunternehmen wegen einer am 1. Januar 2025 in Kraft tretenden Verschärfung der Regelungen über den Abschluss von Restschuldversicherungsverträgen, die sich auf einen Allgemein-Verbraucherdarlehensvertrag beziehen. Art. 2 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1 GG, Art. 16 GRCh Berichterstatter: BvR Dr. Christ |
| 1 BvR 1618/24 | Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 29. Mai 2024 - 12 UF 139/23 -, den Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 19. Februar 2024 - 12 UF 139/23 -, den Beschluss des Amtsgerichts Hamburg vom 17. Oktober 2024 - 284 F 151/21 - sowie gegen den Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 19. Februar 2024 - 12 UFH 1/24 - und den Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 5. Januar 2024 - 12 UFH 1/24 -. Betr.: Familienrecht; Sorgerecht Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1, Art. 6 Abs. 2 S. 1 und 2, Art. 19 Abs. 4, Art. 20 Abs. 3, Art. 101 Abs. 1, Art. 103 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Radtke |
| 1 BvR 1699/24 | Verfassungsbeschwerde gegen das Zweite Gesetz zur Änderung des Bundes-Klimaschutzgesetzes (KSG) vom 15. Juli 2024 (Bundesgesetzblatt I 2024 Nr. 235). Betr.: Öffentliches Umweltrecht; Klimaschutzrecht; Verfassungsbeschwerde gegen das Zweite Gesetz zur Änderung des Bundes-Klimaschutzgesetzes (KSG) vom 15. Juli 2024 wegen der Verletzung des Gebots der intertemporalen Freiheitssicherung und des Rechts auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Art. 2 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Eifert |
| 1 BvR 1727/24 | Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Sächsischen Landesarbeitsgerichts vom 10. Juni 2024 - 4 GLa 10/24 - sowie gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Chemnitz vom 29. Mai 2024 - 9 Ga 9/24 -. Betr.: Arbeitsrecht; Verfassungsbeschwerde gegen die gerichtliche Anordnung streikdurchbrechender Notdienste im Schienenpersonennahverkehr. Art. 9 Abs. 3 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Eifert |
| 1 BvR 1761/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 28. Februar 2024 - II R 27/21 -, das Urteil des Finanzgerichts Köln vom 10. Juni 2021 - VII K 2718/20 - und den Bescheid des Finanzamts Bonn-Innenstadt vom 10. Juni 2021 sowie mittelbar gegen § 13b Abs. 4 Nr. 1-4 Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) in der Fassung des Gesetzes zur Anpassung des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts vom 4. November 2016 Betr.: Steuerrecht; Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht Art. 3 Abs. 1 GG Berichterstatterin: BVRin Dr. Meßling |
August 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
|---|---|
| 1 BvR 1885/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 23. April 2024 - KVB 56/22 - und den Beschluss des Bundeskartellamts vom 5. Juli 2022 - B2 - 55/21 - sowie mittelbar gegen § 19a des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Betr.: Wettbewerbsrecht/Kartellrecht; Feststellung der überragenden marktübergreifenden Bedeutung eines Unternehmens für den Wettbewerb. Art. 3 Abs. 1; 12 Abs. 1; 101 Abs. 1 Satz 2 GG Berichterstatter: Präsident Prof. Dr. Harbarth, LL.M. (Yale) |
| 1 BvR 1812/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen Artikel 25 Absatz 4 des Bayerischen Verfassungsschutzgesetzes (BayVSG) vom 12. Juli 2016 (GVBI S. 145, BayRS 12-1-I), zuletzt geändert durch § 1 des Gesetzes vom 24. Juli 2023 (GVBI S. 374). Betr.: Recht des öffentlich-rechtlichen Datenschutzes; die Verfassungsbeschwerde richtet sich gegen Artikel 25 Absatz 4 des Bayerischen Verfassungsschutzgesetzes (BayVSG). Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1; 10 Abs. 1; 19 Abs. 4 GG Berichterstatterin: BVRin Dr. Ott |
| 1 BvF 1/24 | Abstraktes Normenkontrollverfahren der Thüringer Landesregierung zur verfassungsrechtlichen Prüfung, ob Artikel 1 Nummer 2 b) aa) - § 10 Absatz 2 Satz 2 des Thüringer Waldgesetzes (ThürWaldG) - und Artikel 1 Nummer 2 c) aa) - § 10 Absatz 3 Satz 2 des Thüringer Waldgesetzes (ThürWaldG) - des Vierten Gesetzes zur Änderung des Thüringer Waldgesetzes vom 6. Februar 2024 (ThürGVBI. S. 13) für verfassungswidrig und nichtig zu erklären ist. Betr.: Öffentliches Umweltrecht Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Eifert |
| 1 BvL 8/24 | Verfahren zur verfassungsrechtlichen Prüfung, ob § 237 in Verbindung mit § 238 Absatz 1 Satz 1 der Abgabeordnung seit dem 1. Januar 2019 bis zum 15. April 2021 insoweit mit dem Grundgesetz vereinbar ist, als der Zinsberechnung für die Zinsen bei der Aussetzung der Vollziehung ein Zinssatz von einhalb Prozent pro Monat zugrunde gelegt wurde. Betr.: Steuerrecht/ Abgabenordung, Finanzgerichtsordnung Art. 3 Abs. 1 GG Berichterstatterin: BVRin Dr. Meßling |
| 2 BvR 1103/24 | Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss des Kammergerichts vom 27. Juni 2024 ‑ 151 AuslA 195/23 ‑. Mit dem oben genannten Beschluss wurde die Auslieferung der beschwerdeführenden Person an die Republik Ungarn zum Zwecke der Strafverfolgung für zulässig erklärt. Nachdem die Überstellung an die ungarischen Behörden am 28. Juni 2024 noch vor dem Erlass einer einstweiligen Anordnung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 28. Juni 2024 ‑ 2 BvQ 49/24 ‑) vollzogen wurde, verfolgt die beschwerdeführende Person ihr Begehren im verfassungsrechtlichen Hauptsacheverfahren weiter. Art. 1 Abs. 1; Art. 2 Abs. 1, Abs. 2 Satz 2; Art. 16 Abs. 2; Art. 19 Abs. 4; Art. 25; Art. 101 Abs. 1 Satz 2; Art. 103 Abs. 1 GG; Art. 4 GRCh Berichterstatterin: Vizepräsidentin Prof. Dr. König |
| 2 BvE 8/24 | Organstreitverfahren einer politischen Partei gegen den Bundesminister der Finanzen mit dem Antrag festzustellen, dass der Antragsgegner durch die Veröffentlichung zweier Werbeanzeigen zur Schuldenbremse in der FAZ am 29. Mai 2024 und am 5. Juni 2024 die Antragstellerin in ihrem Recht auf Chancengleichheit der Parteien aus Art. 21 Abs. 1 Satz 1 GG verletzt hat. Antragstellerin ist die Partei „DIE LINKE“. Die Antragsschrift ist vom 21. August 2024. Art. 21 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Offenloch |
September 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
|---|---|
| 1 BvR 2127/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Februar 2024 - BVerwG 5 C 7.22 - sowie mittelbar gegen § 20 Absatz 1 Sätze 2 und 3 des Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz - KiBiz) vom 30. Oktober 2007 (GV NRW S. 462) in der Fassung des Gesetzes vom 8. Juli 2016 (GV NRW S. 622). Betr.: Recht der Glaubens- und Bekenntnisfreiheit; die Verfassungsbeschwerde betrifft die staatliche Finanzierung von Kindertageseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft Art. 3 Abs. 1, 3 Satz 1; 4; 140 GG Berichterstatter: BVR Dr. Christ |
| 1 BvR 2098/24 | Verfassungsbeschwerde gegen das Zweite Gesetz zur Änderung des Bundes-Klimaschutzgesetzes (KSG) vom 15. Juli 2024 (Bundesgesetzblatt I 2024 Nr. 235). Betr.: Öffentliches Umweltrecht; Klimaschutzrecht Art. 2 Abs. 1, 2 Abs. 2 Satz 1, 19 Abs. 3, 20a GG; Art. 47 GRCh Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Eifert |
| 1 BvR 2113/24 | Verfassungsbeschwerde gegen das Zweite Gesetz zur Änderung des Bundes-Klimaschutzgesetzes (KSG) vom 15. Juli 2024 (Bundesgesetzblatt I 2024 Nr. 235). Betr.: Öffentliches Umweltrecht; Klimaschutzrecht Art. 2 Abs. 1, 2 Abs. 2 Satz 1, 20 Abs. 3, 20a, 25 Satz 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Eifert |
Oktober 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
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| 1 BvR 2228/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen den Beschluss des Kammergerichts vom 22. August 2024 - 3 ORs 56/24 -, das Urteil des Landgerichts Berlin I vom 21. Mai 2024 - 559 Ns 11/24 - sowie das Urteil des Amtsgerichts Tiergarten vom 24. November 2023 - 224 Ds 44/23 -; die Verfassungsbeschwerde richtet sich unter Berufung auf die Versammlungsfreiheit gegen eine strafrechtliche Verurteilung im Zusammenhang mit einer Sitzblockade auf einer Fahrbahn. Betr.: Versammlungsfreiheit/Demonstrationsrecht Art. 8 Abs. 1; 103 Abs. 2 GG Berichterstatter: Präsident Prof. Dr. Harbarth, LL.M. (Yale) |
| 1 BvR 2317/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen den Beschluss des Kammergerichts vom 10. Juli 2024 - 3 ORs 30/24 – 161 SRs 26/24 -, das Urteil des Landgerichts Berlin I vom 14. Dezember 2023 - (561) 231 Js 131/23 Ns (70/23) -sowie das Urteil des Amtsgerichts Tiergarten vom 6. Juni 2023 - (318 Cs) 231 Js 131/23 (12/23) -; die Verfassungsbeschwerde richtet sich unter Berufung auf die Versammlungsfreiheit gegen eine strafrechtliche Verurteilung im Zusammenhang mit einer Sitzblockade auf einer Fahrbahn. Betr.: Versammlungsfreiheit/Demonstrationsrecht Art. 8 Abs. 1; 103 Abs.1, 2 GG Berichterstatter: Präsident Prof. Dr. Harbarth, LL.M. (Yale) |
| 1 BvL 9/24 | Verfahren zur verfassungsrechtlichen Prüfung, ob § 20a Infektionsschutzgesetz (IfSG) in der Fassung vom 18. März 2022 (BGBl I S. 466) mit Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 und Artikel 12 Absatz 1 des Grundgesetzes im Zeitraum vom 7. November 2022 bis 31. Dezember 2022 vereinbar gewesen ist; Aussetzungs- und Vorlagebeschluss des Verwaltungsgerichts Osnabrück vom 3. September 2024 - 3 A 224/22 -. Betr.: Gefahrenabwehrrecht Art. 2 Abs. 2 Satz 1; 12 Abs. 1 GG Berichterstatterin: BVRin Dr. Ott |
| 1 BvR 2284/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen Artikel 1 Nummer 2. b) aa) – § 10 Absatz 2 Satz 2 des Thüringer Waldgesetzes (ThürWaldG) – und Artikel 1 Nummer 2. c) aa) – § 10 Absatz 3 Satz 2 des Thüringer Waldgesetzes (ThürWaldG) – des Vierten Gesetzes zur Änderung des Thüringer Waldgesetzes vom 6. Februar 2024 (ThürGVBl S 13). Betr.: Öffentliches Umweltrecht Art. 2 Abs. 1; 3 Abs. 1; 14 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Eifert |
| 1 BvR 2324/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. August 2024 - 3 B 4.24 -, das Urteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 29. November 2023 - 14 LB 50/22 - sowie den Bescheid des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamts Oldenburg vom 25. Februar 2019 - 41401-18/42 -; die Verfassungsbeschwerde der beschwerdeführenden Heilpraktikerin richtet sich gegen die Untersagung der Blutentnahme im Rahmen sogenannter Eigenblutbehandlungen. Die Untersagung begründet die zuständige Behörde mit Verweis auf Verstoß gegen § 7 Absatz 2 Transfusionsgesetz (TFG). Betr.: Recht der selbstständig und vorwiegend persönlich ausgeübten Berufe Art. 3 Abs. 1; 12 Abs. 1 GG Berichterstatterin: BVRin Dr. Meßling |
November 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
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| 1 BvR 2380/24 | Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen das Unterlassen der Bundesrepublik Deutschland, ein umfassendes gesetzliches Schutzkonzept für den Erhalt der Biodiversität zu schaffen, soweit dies zum Schutz von Freiheit, Leben, Gesundheit sowie zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen auch für künftige Generationen erforderlich ist. Betr.: Öffentliches Umweltrecht; Natur und Landschaftsschutzrecht (Erhaltung der Biodiversität) Art. 2 Abs. 2 Satz 1; 14 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Eifert |
| 2 BvQ 73/24 | Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zur Aussetzung der Verpflichtung für parlamentarisch nicht vertretene Parteien sowie unabhängige Einzelbewerber, Wahlvorschlägen nach § 20 Abs. 2 Satz 3, Abs. 3, § 27 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 18 Abs. 2 Bundeswahlgesetz, auch dann eine bestimmte Zahl von Unterstützungsunterschriften beizufügen, wenn der Deutsche Bundestag zuvor nach Art. 68 Abs. 1 Satz 1 GG aufgelöst worden ist und Neuwahlen innerhalb der 60-Tages-Frist des Art. 39 Abs. 1 Satz 4 GG stattfinden. Art. 21 Abs. 1, Art. 38 Abs. 1 Satz 1 GG Berichterstatterin: BVRin Prof. Dr. Wallrabenstein Besonderheit: Der Antrag wurde bereits mit Beschluss des Zweiten Senats vom 10. Dezember 2024 abgelehnt. |
Dezember 2024
| Aktenzeichen | Informationen zum Verfahren |
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| 1 BvR 2662/24 | Verfassungsbeschwerde eines pro-palästinensischen Vereins gegen den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 15. November 2024 - 5 B 558/24 - betreffend die Vollziehung eines Vereinsverbots. Betr.: Vereinigungsfreiheit (Vereinsverbot) Art. 5 Abs. 1; 9 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Prof. Dr. Eifert |
| 2 BvE 10/24 | Organstreitverfahren mit dem Antrag festzustellen, dass der Deutsche Bundestag durch den Erlass des Gesetzes zur Finanzierung politischer Stiftungen aus dem Bundeshaushalt (StiftFinG, BGBl I Nr. 383) die antragstellende politische Partei in ihrem Recht auf Chancengleichheit aus Art. 21 Abs. 1 Satz 1 GG verletzt hat, weil eine Stiftung erst dann förderungswürdig ist, wenn die ihr nahestehende Partei in drei aufeinanderfolgenden Legislaturperioden in Fraktionsstärke im Bundestag vertreten war. Antragstellerin ist die Partei Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit (BSW). Die Antragsschrift ist vom 20. Dezember 2024. Art. 21 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Offenloch |
| 2 BvR 1643/24 | Verfassungsbeschwerde der Desiderius-Erasmus-Stiftung e.V. unmittelbar gegen das Gesetz zur Finanzierung politischer Stiftungen aus dem Bundeshaushalt (StiftFinG) vom 22. Dezember 2023. Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1 und Abs. 3 Satz 1 GG sowie Art. 19 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 20 Abs. 3 GG, jeweils „verstärkt durch“ Art. 21 GG Berichterstatter: BVR Offenloch |
| 2 BvR 1677/24 | Verfassungsbeschwerde der Stiftung „Frieden, Vernunft, Gerechtigkeit“ e.V. (i.G.) gegen § 2 des Gesetzes zur Finanzierung politischer Stiftungen aus dem Bundeshaushalt (StiftFinG) vom 19. Dezember 2023 (BGBl I Nr. 383). Art. 3 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 GG Berichterstatter: BVR Offenloch |
| 2 BvR 1580/24 | Kommunalverfassungsbeschwerde gegen das Unterlassen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die bei den zwei Beschwerdeführerinnen anfallende finanzielle Mehrbelastung durch das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (KJSG) vom 9. Juni 2021 (Bundesgesetzblatt I Nr. 1444) nicht auszugleichen. Art. 28 Abs. 2 GG Berichterstatter: BVR Dr. Frank |
| 2 BvR 1632/24 | Kommunalverfassungsbeschwerde gegen das Finanzausgleichsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt und gegen das Unterlassen des Landes Sachsen-Anhalt, eine angemessene kommunale Finanzausstattung zu regeln. Art. 28 Abs. 2 GG Berichterstatter: BVR Dr. Frank |